KISS ME KATE
Musical von Cole Porter
Text von Bella und Samuel Spewack
Mit einem genialen dramaturgischen Kunstgriff kreierten die Autoren Samuel und Bella Spewack ein Stück im Stück:
Eine Theatertruppe bereitet sich auf einer Provinzbühne auf die Premiere einer musikalischen Version von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung “ vor.
Der Produzent und Regisseur Fred Graham braucht dringend Geld und einen Erfolg!
Er engagiert seine ehemals sehr bekannte Exfrau Lili Vanessi für die Hauptrolle der Katharina, während er selbst ihren Bühnenpartner Petrucchio spielt. Den Streit, den das Exehepaar hinter der Bühne austrägt, müssen sie im Shakespeareklassiker während der Aufführung spielen.
Im Verlauf des Abends verschwimmen die Grenzen zwischen Bühne und Realität immer mehr, denn…..
….. Fred hat ein Auge auf die Nachwuchsschauspielerin Lois Lane, die die Rolle der Bianca verkörperlt, geworfen. Diese ist mit ihrem Kollegen Bill Calhoun liiert, welcher ihren Bühnenpartner Lucentio spielt. So treiben alle Situationen backstage und onstage das fröhlich-furiose Geschehen zwingend voran und da ein Musical meist auf ein Happy End ausgelegt ist, muss auch an diesem Abend nichts befürchtet werden. Aber die Theaterwege sind weit und verschlungen, begleitet von einzigartiger Musik.
Cole Porters mitreissender Swing, sowie seine Songtexte sind ein flirrendes, geistreiches Feuerwerk mit Tempo und Witz, dem Andreas Binder mit seinen Arrangements ein massgeschneidertes Klangkonzept für unser kleines Ensemble entlockt.

Das Renasissancebühnenbild wird von unserem Videokünstler Abi (Abderrezak) Chriette meisterhaft gestaltet und im Stück auf einer Leinwand abgebildet.
Die Videoprojektionen haben als gestalterisches Mittel einen besonderen Stellenwert in dieser Produktion und sind essentieller Bestandteil des Bühnenarrangements.
An dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich für die tatkräftige Unterstützung der Dominicains de Haute-Alsace https://www.les-dominicains.com/ bedanken, ohne welche diese Realisation nicht möglich gewesen wäre.
„Ein Weib wird stets zum Narren gemacht, wenn sie nicht Mut hat sich zu widersetzen“
Der widerspenstigen Zähmung von W.Shakespeare aus dem Jahr 1592
Ein widerspenstiges Stück, welches heutzutage nicht ohne ein paar Worte der Reflexion in Szene gesetzt werden kann, wenn auch, wie in unserem Fall, nur in Fragmenten.
Katharina ist widerspenstig und setzt alles daran für mögliche zukünftige Ehemänner so abschreckend wie möglich zu wirken. Dabei tyrannisiert sie Vater, Schwester und ganz Padua. Alles nur, um sich keinem Manne unterordnen zu müssen, womit sie letztendlich keinen Erfolg hat und zum Ende des Stückes trotz aller Gegenwehr mit zweifelhaften Mitteln ihres Ehemannes „gezähmt“ wird. Männer wie Frauen haben sich Jahrhunderte lang köstlich über dieses Stück amüsiert und waren vermutlich einhelliger Meinung: Katharina musste gezähmt werden, damit die Ordnung wieder hergestellt wird..
Im historischen Kontext betrachtet, bleibt dieses Stück sprachlich und dramaturgisch immer noch ein Meisterwerk, aber es ist „ein Kind seiner Zeit“ und damit für uns mit einem kritisch-humorvollen Blick zu hinterfragen .
So erlaubt uns die künstlerische Freiheit glücklicherweise eine ironische Bewertung des Inhalts.
BESETZUNG
Andreas Binder
Lena Müller
Luca Nowag
Martin Schurr
Stefanie Verkerk
Manuel Weinmann
Regie
Martin Schurr
Musikalische Leitung
Andreas Binder
Percussion, Div.
Luca Nowag
Bühne
Martin Schurr und Lennart Katz
Videorealisation
Abi Chriette
Choreografie und Kostüme
Stefanie Verkerk
Schneiderei
Helga Schollenberger
Technik
Mario Vertkerk und Joshua Schurr
Organisation
Kerstin Manz
Stadt Freiburg, Land Baden-Württemberg, Regierungspräsidium Freiburg,
sowie bei unseren Partnern:
Les Dominicains de Haute-Alsace, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Winzergenossenschaft Oberrotweil
Ein ganz besonderer Dank geht an unsere privaten Förderer, die uns für diese Produktion finanziell unterstützt haben und den auswärtigen Künstlern kostenfreie Unterkunft zur Verfügung stellen.
Die Uraufführung fand am 30. Dezember 1948 im New Century Theatre in New York statt
Aufführungsrechte liegen bei Concord Theatricals